Zu viel Bildbearbeitung?
Ich habe euch ja in den letzten Artikeln viel über Bildbearbeitung erzählt und heute drehe ich den Spieß mal um. Wann ist es zu viel. Kommt man ohne Bearbeitung aus?
Dass wir mit allen möglichen Bildbearbeitungsprogrammen in Fotos eingreifen und verändern wissen wir. Das ist auch nicht weiter schlimm. Ein bisschen Farbkorrektur hier ein bisschen Nachbelichten da und und und.
In Modemagazienen geht heutzutage kaum ein Foto über den Tisch, welches nicht retuschiert wurde.
Die Bildbearbeitung macht uns fast alles möglich.
Ich persönlich habe kein Problem damit ein bisschen die Farben aufzuwerten oder den Himmel düster zu machen. Die ein oder andere Falte oder Hautunreinheit auszubessern ist auch nicht schlimm, doch wenn ich sehe wie manche Modelle aufgewertet, entstellt und überperfektioniert werden, dann frage ich mich schon was das soll.
Also ich bin gegen eines: Gegen hinzufügen oder entfernen von ganzen Objekten, das austauschen von Farben oder übermäßiges weichzeichenen der Haut.
Ich versuche meine Bilder so natürlich wie möglich zu halten und wenn möglich ganz ohne Bearbeitung auszukommen.
Habt ihr unbearbeitete Fotos, die gut aussehen?
Wie sieht es mit der Bildbearbeitung bei euch aus?
Fotoblog: The flower

Heute möchte ich euch ein Foto vorstellen, welches ich im Frühjahr 2009 geschossen habe. Mit einem kleinen Tuturial möchte ich euch gleich zeigen wie ihr die Tipps aus den Lighroom-Post 1 und 2 umsetzten könnt.
Bildinformationen:
Belichtung: 1/20 sec.
Blende: f/11
Brennweite: 214mm
ISO: 100
Objektief: Sigma 70-300
Kamera: Canon EOS 450D
Dateityp: RAW
Original:

Bildbearbeitung:
Ich möchte die Bearbeitung einfach einmal mit Bildern machen. Wenn es dann noch fragen gibt, dann einfach einen Kommentar schreiben und ich werde den Artikel dementsprechend ergänzen.
Zuerst habe ich den Weißabgleich mit der Pinpette gemacht und leicht korregiert.

Dann die Belichtung ein bisschen erhöht, den Wiederherstellungsregler auch ein bisschen nach rechts gezogen und zum Schluss noch ein bisschen die Tiefen mit dem Schwarzregler verdunkelt.

Ab hier gehts weiter mit den nächsten Artikel, in denen ich diese Dinge erklären werde.
Jetzt habe ich die Helligkeit erhöht um die Mitteltöne zu betonen den Klahrheitregler für mehr Biss und ein bisschen Leben mit den Reglern Lebendigkeit und Sättigung.

Mehr Kontraste mithilfe der Gradationskurve.

Fertig!
Lightroom Tipps – Teil 2
Also heute ist es ja schon ziemlich spät, aber ich war den ganzen Tag unterwegs und….. . Jetzt will ich mich aber nicht verplappern, hier der Artikel:
Es geht jetzt weiter mit den Lightroom Tipps und wie versprochen gibts heute Tipps und Tricks rund um die Nachbelichtung und Belichtungskorrektur.
Die Belichtung
Den Weißabgleich haben wir ja bereits eingestellt und jetzt machen wir uns an die Belichtung. Es gibt zwar einen Belichtungsregler, aber wir werden noch ein paar mehr benötigen, um die Belichtung korrekt einzustellen. Das klingt jetzt villeicht komplizier, ist es aber nicht. Los geht´s!
Schritt 1:
Die generelle Belichtung wird im rot eingezeichneten Bereich vorgenommen. Wir haben hier ein unterbelichtetes Bild. Wenn du dir aber nicht sicher bist ob dein Bild unterbelichtet ist, dann kannst du das ganz leicht herausfinden. Schau einmal rechts oben in den Histogrammbereich. Hier sind rechts fast bis gar keine Daten vorhanden, genau dort wo normalerweiße die Lichter sein müssten. Also wenn du soetwas vorfindest, dann ist dein Bild unterbelichtet.
Schritt 2:

Um ein Foto allgemein aufzuhellen, zieh einfach den Belichtungsregler nach rechts. Auch hier hat Adobe, wie beim Weißabgleich, eine optische Hilfe eingebaut. Nach rechts hin wirds immer heller und nach links hin immer dunkler. Beim aufhellen müsst ihr aber aufpassen, dass ihr nicht zu hell werdet, da sonst gewisse Deteils in den Lichtern “ausbrennen”. Zum Glück warnt und Lighroom aber davor. Wie sich dieses Problem erkennen lässt und auch beheben, lest ihr in Schritt 3.
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Schritt 3:

Im Histogramm seht ihr rechts oben ein kleines Dreieck. Färbt sich dieses blau, verlieren wir Deteils im blauen Farbkanal, bei rot im roten und bei grün im grünen. Färbt es sich aber weiß, verlieren wir in allen 3 Kanälen Deteils. Um herauszufinden wo wir Deteils verlieren, klicken wir auf das Dreieck.
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Schritt 4:

Wenn wir jetzt sehen, dass wir Deteils verlieren aber die Belichtung stimmt, dann ziehen wir einfach den Wiederherstellungsregler nach rechts. Ein der coolsten Funktionen in Lightroom. Was mach jetzt aber dieser Regler? Eigentlich ganz einfach: die hellst, also die “beschnittenen” Bereiche werden verdunkelt, die allgemeine Belichtung bleibt aber.
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Schritt 5:

Um die tiefsten Tiefen in einem Bild zu bearbeiten, verwenden wir den Schwarz Regler.
Ziehe diesen nacht rechts um diese Tiefen zu verdunkeln oder nach links um diese aufuhellen. Eigentlich ganz simpel.
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Jetzt noch ein paar Tipps:
Um in Lightroom einen Regler zurückzusetzen klick einfach doppelt auf den Namen des Reglers.
Um nicht jedesmal auf das Dreieck zu klicken, können wir auch die J-Taste drückem.
Im nächsten Teil geht es um Farben, mehr Biss für Fotos und Kontraste.
Lightroom Tipps – Teil 1
Ich möchte euch an dieser Stelle, ein paar Lightroom Tricks und Tipps zeigen. Es wird mehrere Teile geben, also schaut hin und wieder hier vorbei.
Teil 1: Workflow für die Bildbearbeitung
Im ersten Teil möchte ich euch einen kleinen oder auch größeren Einblick in die Bildbearbeitung in Lightroom geben.
Der Weißabgleich
Das Wichtigste in einem Bild ist der Weißabgleich. Also ist er auch der erste Teil in unserem Workflow. Es ist ziemlich einfach dies in Lightroom vorzunehmen.
Schritt 1:
Klick im Bibliothek-Modul auf das Foto, welches du bearbeiten möchtest. Jetzt kannst du rechts oben auf den Punkt Entwickeln klicken oder die D Taste auf deiner Tastatur drücken, um ins Entwickeln-Modul zu kommen. Der Weißabgleich ist nun so eingestellt, wie er auch bei der Aufnahme eingestellt war (>>Wie Aufnahme<<).
Schritt 2:
Wenn ihr euer Foto im RAW Format geschossen habt, dann habt ihr alle Möglichkeiten zur Verfügung. Anders ist dies, wenn ihr euer Bild in JPEG geschossen habt. Dann steht dort nur Automatisch. Nun können wir eine der Vorgaben ausprobieren oder das Weißabgleichauswahl-Werkzeug verwenden. Klickt auf die Pinpette oder drückt auf eurer Tastatur die W Taste. Jetzt klickt in einen neutralen Bereicht. Bei einer DSLR ist das ein hellgrauer Bereich. Nicht Weiß sondern Hellgrau. Videokameras werden auf Weiß abgeglichen, DSLRs werden auf Hellgrau abgeglichen. Jetzt ist der Weißabgleich oft schon richtig.

Schritt 3:
Jetzt kommen die Regler ins Spiel. Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Wenn ihr mehr Bla
u wollt, zieht den Temp. Regler einfach Richtung Blau. Hier hat Adobe eine wirklich hilfreiche Funktion mit den gefärbten Schiebereglern eingebaut. Wenn ihr mehr Gelb wollt, was macht ihr dann? Richtig, ihr zieht den Temp. Regler nach rechts, Richtung Gelb.
Das Gleiche gilt auch für den Tönung Regler. Mehr Magenta? Nacht rechts Richtung Magenta. Mehr Grün? Nach links Richtung Grün.
Fertig!
In Teil 2 gehts weiter mit dem Thema Belichtung einstellen.
